Leoncycle - Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet eine E Bike Akku-Ladung?

Wie erkenne ich vor dem Kauf, wie leistungsfähig der Akku eines Pedelecs ist?

Ist nur der Akku für Unterschiede in der Reichweite verantwortlich?

Was ist ein Batterie-Management-System?

Weniger Gewicht und mehr Energie wäre schön. Geht das in Zukunft?

Funktionieren Pedelecs bei Kälte?

Muss ein Akku ganz leer sein, wenn ich ihn ein paar Wochen nicht benutze?

Muss der Akku immer ganz leer gefahren werden, bevor ich ihn wieder auflade?

Wie kann ich meinen Akku pflegen?

Sind Akkus wirklich so gefährlich, wie man oft liest?

Was muss ich beim Transport meines Pedelecs beachten?

Wird ein Pedelec mit der Bahn transportiert, lässt es sich ohne Akku leichter verladen, da es weniger wiegt.

Kann man Akkus wieder "auffrischen"?

Können E-Bike Akkus auslaufen?









Wie viel kostet eine E Bike Akku-Ladung?

Der Preis variiert natürlich je nach Kapazität des Akkus und Strompreis Ihres Anbieters. Pauschal lässt sich sagen: Mit etwa 10 bis 15 Cent wird jeder Akku eines üblichen Pedelecs voll geladen.
Bei diesem Preis sagt Ihr Chef sicher nicht Nein, wenn Sie Ihr Pedelec ab und zu in der Firma laden wollen, um auch wieder mit Schwung nach Hause zu kommen. Vorher fragen sollte man natürlich trotzdem. ;-)





Wie erkenne ich vor dem Kauf, wie leistungsfähig der Akku eines Pedelecs ist?

Die Kapazität – also der Energieinhalt – eines Akkus wird bei den technischen Details eines Pedelecs in Wattstunden (Wh) angegeben. Je größer die Zahl, desto mehr Akkukapazität. Leider protzen viele Hersteller mit Amperestunden (Ah) statt mit Wattstunden. Diese Zahl alleine reicht aber nicht aus. Um den tatsächlichen Energieinhalt zu erhalten, muss die Zahl der Ah mit der Antriebsspannung (in Volt) multipliziert werden.

Ein Rechenbeispiel: 11 Ah bei 24 Volt ergeben 264 Wattstunden – das ist eine geringere Akkukapazität als sie ein Akku mit nur 9 Ah aber 36-Volt-Antrieb bietet, nämlich 324 Wh.





Ist nur der Akku für Unterschiede in der Reichweite verantwortlich?

Leider ist es wie bei Benzinmotoren im Auto: Die Größe des Tanks korrespondiert nicht unbedingt mit der Reichweite. Wie weit man kommt, hängt von vielen Faktoren ab. Technisch sind es der Stromverbrauch des Motors und das Batterie-Management-System. Doch einen mindestens ebenso großen Einfluss hat der Fahrer. Die gewählte Unterstützungsstufe – und damit der eigene Krafteinsatz – sowie das Schaltverhalten bestimmen die Reichweite ebenso wie Fahrer- bzw. Gepäckgewicht, Reifendruck und Art des Geländes.Nicht selten wundern sich Paare, die gemeinsam und mit dem gleichen Pedelec fahren, wenn ein Akku leer, der andere noch halbvoll ist. Jetzt wissen Sie: Der Fahrer mit dem leeren Akku hat das Pedelec schlichtweg mehr arbeiten lassen und selbst weniger geleistet.





Was ist ein Batterie-Management-System?

Das Batterie-Management-System (BMS) steuert und regelt alle Abläufe im Akku. Während des Fahrens kontrolliert das System, dass keine zu hohen Ströme abfließen, sich die Zellen gleichmäßig entleeren, und nicht zu heiß werden. Ein gutes BMS kann die Lebensdauer eines Akkus verdoppeln. Besonders wichtig ist die Temperaturkontrolle: Bei Hitze verschleißen die Zellen nicht nur schneller, im schlimmsten Fall kann sich der Akku selbst entzünden. Bei langen oder besonders steilen Bergauffahrten schaltet das BMS den Antrieb daher ab, wenn’s kritisch wird. Das verursacht zwar mitunter ärgerliche Pausen bei der Unterstützung, schützt aber den E Bike Akku vor dem Hitzetod – und den Fahrer vor eventuellen Verletzungen.

Die Qualität eines BMS im Akku ist zwar von außen kaum erkennbar, doch es gibt Anhaltspunkte. Ein aufwendiges Display mit genauer Ladestandsanzeige deutet auf ein gutes BMS hin. Sitzt am Lenker nur eine kleine Konsole mit Ein- und Ausschalter und ein paar Leuchtdioden – häufig bei preisgünstigen Pedelecs – ist höchstwahrscheinlich kein aufwendiges BMS an Bord.





Weniger Gewicht und mehr Energie wäre schön. Geht das in Zukunft?

Aktuelle Lithium-Ionen-Akkus sind bereits um ein Vielfaches besser und leichter als veraltete Nickel-Kadmium-oder Blei-Akkus. Neue Akku-Technologien sind in der Entwicklung, doch eine höhere Leistungsfähigkeit bedeutet immer auch mehr Gewicht. Die Basis jedes Akkus sind kleine Einzelzellen – etwas dicker und länger als gebräuchliche Batterien der Größe AA. Eine einzelne Akkuzelle treibt jedoch noch kein Fahrrad an. Deshalb

werden viele dieser Zellen hintereinander und parallel geschaltet, um ausreichend Energie für etwa 50 Kilometer Reichweite zu liefern. Je mehr Kapazität ein Akku haben soll, umso mehr Zellen müssen verbunden werden – er wird größer und schwerer. Volumen ist bei Akkus – ebenso wie bei Benzintanks – also leider nicht vermeidbar.





Funktionieren Pedelecs bei Kälte?

Im Akku befindet sich ein Medium aus Metallverbindungen. Hier laufen chemische Prozesse ab, die Energie bereitstellen – und diese Prozesse sind meist temperatursensibel. Bei Kälte laufen sie gar nicht oder nur langsam ab, bei großer Hitze eventuell sehr schnell oder gar unkontrolliert. Nehmen sie bei Temperaturen unter 10 Grad den Akku mit ins Warme und setzen sie ihn erst kurz vor der Fahrt ein.





Muss ein Akku ganz leer sein, wenn ich ihn ein paar Wochen nicht benutze?

Nein, keinesfalls! Der Akku verzeiht es nicht, wenn er in vollständig leerem Zustand längere Zeit gelagert wird. Der Grund: Auch wenn ein Akku nicht in Gebrauch ist, entlädt er sich langsam weiter. Diese Selbstentladung ist gering, führt mit der Zeit aber zu einer schädlichen Tiefentladung. Ist ein Akku einmal tiefentladen, kann er irreparabel beschädigt sein und Sie müssen einen neuen kaufen. Wer einen Akku längere Zeit lagert, sollte ihn in einem trockenen Raum bei etwa 10 bis 15 Grad aufbewahren. Der Akku sollte zu Beginn der Lagerung etwa zu 50-70 Prozent geladen sein, dann altert er am wenigsten. Fahren Sie den Akku also vor der Ruhephase halb leer und kontrollieren Sie den Ladezustand dann etwa alle acht Wochen.





Muss der Akku immer ganz leer gefahren werden, bevor ich ihn wieder auflade?

Die modernen Lithium-Ionen-Akkus von Pedelecs bieten nicht nur ein gutes Verhältnis von Energie zu Gewicht, sie haben noch weitere Vorteile. Einer der wichtigsten: Den berüchtigten Memory-Effekt können Sie vergessen. Li-Ion-Akkus verlieren nicht an Kapazität, wenn sie nur teilweise geladen werden. Sie tolerieren das Zwischenladen – es ist sogar besser, wenn der Akku nicht jedes Mal ganz leer gefahren wird. Fahren Sie Ihren Akku nur etwa alle zwei Monate ganz leer und laden Sie ihn dann umgehend wieder komplett voll. Diesen kompletten Vorgang braucht das Batterie-Management-System, um den aktuellen Zustand des Akkus zu erkennen. Nur so kann die Ladezustandsanzeige korrekte Werte anzeigen – und Sie stehen auf Tour nicht plötzlich mit leerem E-Bike-Akku da. Übrigens: Lassen Sie sich nicht von den 500 bis 1.000 Ladezyklen irritieren, die der Hersteller garantiert. Zwei Ladevorgänge mit 50 Prozent oder vier mit 25 Prozent sind auch nur ein Ladezyklus von 100 Prozent.





Wie kann ich meinen Akku pflegen?

Außer unsere Fahr-, Lade- und Lagertipps zu beachten, können Sie nicht viel tun – aber einiges unterlassen:

Lassen sie den E-Bike Akku nicht fallen und reinigen Sie das Pedelec nicht mit einem scharfen Wasserstrahl oder – noch schlimmer – einem Dampfstrahler. Wasser könnte in die elektrischen Bauteile eindringen– und wer schon einmal Kaffee über sein Laptop geschüttet hat, weiß, was das bedeutet ... Ist das Akku-Gehäuse verschmutzt, wischen Sie es nur mit einem feuchten Lappen ab. Die Kontakte reinigen Sie am besten nur mit einem trockenen, saugfähigen Tuch.





Sind Akkus wirklich so gefährlich, wie man oft liest?

Komplett ungefährlich sind Pedelec-Akkus nicht, Brände kommen jedoch nur in Ausnahmefällen vor – meist istdabei falscher Umgang oder unsachgemäße Herumbastelei die Ursache. Darum: Bohren Sie einen Akku nicht an, klemmen Sie nichts daran fest und versuchen Sie nicht, ihn zu öffnen – auch wenn Sie ihn nicht mehr brauchen. Akkus ohne intelligentes Batterie-Management-System verzeihen es auch nicht, wenn man Plus- und Minuspol durch einen Metallgegenstand (Hausschlüssel) oder Nässe kurzschließt – sie revanchieren sich mit unkontrollierbaren Reaktionen.




Was muss ich beim Transport meines Pedelecs beachten?

Wird ein Pedelec mit der Bahn transportiert, lässt es sich ohne Akku leichter verladen, da es weniger wiegt. Ist es im Zug sicher abgestellt, sollten Sie den Akku wieder in seine Halterung einklicken. Weiterhin müssen Sie nichts beachten. Wird das Pedelec im Auto oder auf einem Radträger am Auto transportiert, sollte der Akku unbedingt rutschsicher im Innenraum verstaut werden. Unser Tipp: Verwenden Sie ein spezielles Battery Bag, das den Akku vor Hitze, Stößen und Schlägen schützt. Der Akku sollte jedoch nicht in der Knautschzone des Autos festgezurrt sein. Schützen Sie die Anschlüsse am Pedelec mit einer Plastiktüte vor Regen und Schmutz. Im Flugzeug ist der Transport eines Pedelecs meist untersagt. Erkundigen Sie sich am besten direkt bei Ihrer Fluggesellschaft.





Kann man Akkus wieder "auffrischen"?

Selbst bei bester Handhabung verschlechtern sich die chemischen Prozesse mit der Zeit, die Akkus verschleißen. Hersteller geben daher nur eine Lebensdauer von 500 oder 1.000 Ladezyklen an. Ein Akku ist danach nicht kaputt, aber Kapazität und Reichweite verringern sich. Dieser Prozess lässt sich weder stoppen noch umkehren. Verschlissene Akkuzellen müssten durch neue ersetzt werden – da Pedelec-Akkus jedoch in wasserdichten Gehäusen liegen, kann man sie nicht aufschrauben und austauschen. Ein neuer Pedelec-Akku kostet 400 bis 700 Euro. Kaufen Sie nur original Ersatz-Akkus oder solche, die vom Antriebshersteller freigegeben sind. Und: Werfen Sie Akkus nie in den Hausmüll! Der Verkäufer eines neuen Akkus muss den alten kostenfrei entgegennehmen.





Können E-Bike Akkus auslaufen?

Nein. Lithium-Ionen-Akkus,die bei hochwertigen Pedelecs zum Einsatz kommen, sind innen trocken– im Gegensatz zu den alten, mit Batteriesäure befüllten Blei-Akkus, die seit vielen Jahrzehnten und auch heute noch beispielsweise in Autos eingebaut werden.




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